Woraus ist eigentlich Lego und ist es giftig? Das müssen Eltern wissen:

Bei all diesen aktuellen Berichten über Schadstoffe im Kinderspielzeug wird man natürlich hellhörig und überlegt selbst, welches schon zuhause vorhandene Spielzeug wohl gefährlich fürs Kind sein könnte. Eigentlich unangefochten ok und in jedem gut sortierten Kinderzimmer vorhanden sind wohl Lego oder Duplo Bausteine. Während man auf Flaschen und Saugern jetzt immer BPA-frei liest (das sind krebserregende Schadstoffe im Plastik, mehr dazu im Post auf Green Baby Guide hier), hab ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob es schädlich ist, wenn mein kleiner Mann einen Duplo-Stein abschleckt. Außerdem verschmutzt bekanntlich die Plastikproduktion sehr stark die Umwelt.

Meine Recherche bei Lego führte mich geradewegs zum Lego Progress Report 2012 – und ich war wirklich überrascht, wie umfangreich sich Lego Gedanken zum Thema Sicherheit und Nachhaltigkeit macht. So steht in dem Report, dass Lego direkt mit den Rohmaterialien-Lieferanten zusammenarbeitet und die Materialien basierend auf einer eigenen Bestandteil-Liste abnimmt. Laut Lego ist dies einzigartig in der Spielzeugbranche. Es werden sowohl chemische Sicherheitstest als auch Sicherheitstest in den Bereichen mechanische/physikalische Sicherheit, elektronische Sicherheit , Hygiene und Brennbarkeit schon in der Planungsphase eines neuen Produkts gemacht. Das Level der chemischen Analyse geht dabei laut Lego über die rechtlichen Vorschriften hinaus und setzt Industriestandards. Die neue „European Toy Safety Directive“ wird strengstens erfüllt und man hat dies zum Anlass genommen, noch mehr darin zu investieren, die Rohmaterialien noch besser zu testen.

Um aber die Frage zu beantworten, woraus Lego eigentlich ist, muss man an den Anfang: Lego Bausteine starten als „Fragmente destilliert aus Rohöl. Durch eine Reihe von chemischen Prozessen werden die großen Rohöl (oder Pflanzen) Moleküle in kleine, definierte Typen von Molekülen verwandelt. Die kleinen Moleküle werden zu einer langen Kette von Moleküle verbunden, um daraus zum Beispiel das Material Polyethylen zu machen. Alle Plastikmaterialien von Lego werden so gemacht.“

Der Lego Report beschreibt noch weitere Umweltmaßnahmen der Firma, angefangen von der Reduktion des CO2 Fußabdrucks, bis hin zur Reduktion der Verpackungen, Verwendung von FSC (Forest Stuartship Council)-zertifiziertem Papier oder dem Einsatz von PVC und Phthalat-freien Folien.

Alles in allem kann man sich also sicher sein, dass Lego zwar Plastik ist, aber dies wohl in seiner sichersten, kontinuierlich getesteten und ständig verbesserten Variante. Ein Klassiker, nicht ohne Grund. Und wegen der hohen Qualität wird Lego nicht weggeworfen, sondern sogar über Generationen aufbewahrt. (Oder über die Lego Foundation für benachteiligte Kinder gespendet…).

Fazit: Lego ist trotz Plastik allemal gesünder fürs Kind als so manches Holzspielzeug! (siehe Stiftung Warentest Holzspielzeug: „Holzspielzeug: Die Hälfte birgt Gefahren)

2 thoughts

  1. Danke für diesen interessanten Artikel! Auch im Dezember 2016 wurde von ÖKO-Test ein sehr gutes Urteil für ein getestetes LEGO-Produkt abgegeben. Es beruhigt doch einigermaßen zu wissen, dass hier keine Schadstoffe gefunden wurden. Da lässt man seine Kinder viel beruhigter spielen!

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