Gift ABC: Phtalate

Phtalat-freie Puppe von Käthe Kruse

Was sind Phtalate?

Phatalate sind Ester der Phatalsäure. Sie werden als Weichmacher in Kunststoffen verwendet.

Worin sind sie enthalten?

In Europe wurden einige Phatalate bereits verboten, aber längst nicht alle Vertreter dieser chemischen Gruppe. So sind Phatalate sind zum Beispiel in Kosmetikartikeln (Sonnencremen, Feuchtigkeitslotionen, Haarspray, Parfums und Nagellack), Medikamenten, Bodenbelägen, Textilien und Kinderspielzeug enthalten. Auch Lebensmittelverpackungen können Phtalate enthalten.

Die EU-Richtlinie 2005/84 EG verbietet drei gesundheitsgefährdende Phthalate, nämlich DEHP, DBP und BBP in Spielzeug generell, drei weitere in Spielsachen, die Kinder unter 36 Monaten in den Mund nehmen können. Dennoch enthalten leider Spielzeugartikel aus Kunststoff nach wie vor Phthalate, wie Untersuchungen, beispielsweise von Ökotest (z.b. Schulranzen), zeigen.

Warum sind sie gefährlich?

Neuesten Studien zufolgen ist die Menge an Phtalaten, die die Bevölkerung zu sich nimmt, größer als bisher angenommen.  Phatalate wirken wie Hormone und können so zu Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes beim Mann führen. In den USA stellte man einen Zusammenhang von Phtalat-Belastung und Unfruchtbarkeit und früherer Menopause bei Frauen fest. Man fand auch heraus, dass Phatalate den Hormonhaushalt von männliche Föten und Kinder stören und zu einer Feminisierung führen können. Auch Frühgeburten werden in Zusammenhang mit Phtalaten gebracht. Möglicherweise kann auch für ADHS der Weichmacher Phtalat verantwortlich gemacht werden.

Wie kann man sie vermeiden?

  • Phtalate sind leider nicht leicht erkennbar. Manchmal kann man sie im Beipackzettel von Medikamenten  erspähen und sich im Internet schlau machen.
  • Am besten kein Obst und Gemüse in Plastikverpackungen kaufen, sondern direkt am Markt vom Bauern.
  • Auch keine Flüssigkeiten aus Plastikflaschen zu sich nehmen, auch hier könnte der Schadstoff von Ihrem Körper aufgenommen werden.
  • In Spielzeug für Kinder unter 3 Jahren sind Phtalate seit 2000 verboten. Für Kinder über 3 Jahre sind sie jedoch erlaubt. Gerade Puppen kommen oft ohne nicht aus, darum Vorsicht und nicht in den Mund nehmen lassen! Auch gerade Spielzeug aus Fernost ist oft sehr belastet.
  • Neues Auto auslüften. Besonders wenn Sonne ins Auto scheint, können Schadstoffe aus Kunstleder und Kunststoffteilen ausdünsten.
  • PVC-Böden und PVC-haltige Tapeten vermeiden. Gerade Krabbelkinder sind gefährdet.

Quellen: Wikipedia, Zentrum für Gesundheit, Umweltbundesamt ÖsterreichÖkotest. Elternwissen

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