Gift ABC: Formaldehyd

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Pflanzen sind wahre Formaldehyd-Fresser und wandeln es in harmlose Stoffe um. (c)Shutterstock

Was ist Formaldehyd?

Formaldehyd ist ein anderer Name für die chemische Verbindung Methanal. Es ist eines der wichtigsten Grundstoffe in der chemischen Industrie. Jährlich werden Millionen von Tonnen produziert und verwertet.

Worin ist es enthalten? 

In Farbstoffen, Klebern, Arzneimitteln, aber auch in Textilien (z.b. für „knitterfrei“) oder in Kosmetik als Konservierungsmittel, ja sogar in Düngemitteln. Selbstbräuner können auch Formaldehyd enthalten. Nagellacke sind bei uns meist schon Formaldehyd-frei, aber lest auch mal hier auf Green Baby Guide welche Marken sicher ohne diesen Schadstoff sind. Möbel aus Spanplatten können auch damit behandelt sein. Aufpassen gilt auch bei den neuen Haarglättungs-Methoden wie dem „Brazilian Blowout“ oder anderen Keratin-Methoden.

Warum ist es gefährlich? 

Formaldehyd ist nachweislich krebserregend bei langfristigem Kontakt. Es kann auch zu Allergien, Asthma, Nasenbluten und anderen Atemwegsbeschwerden führen.

Wie kann man es vermeiden?

  • Keine Maniküre und Pediküre in der Schwangerschaft oder zuhause mit einem Nagellack wie hier beschrieben.
  • Grünpflanzen sind natürliche Formaldehyd-Fresser, sie wandeln das Reizgas in harmlose Stoffe um. Als besonders effektiv gelten die Birkenfeige (Ficus benjamini), die Strahlenaralie (Schefflera arboricola) und die Efeutute (Epipremnum pinnatum).
  • Neue Möbel, Teppiche oder andere Haushaltsgegenstände immer einige Tage in der Garage oder auf der Terrasse „auslüften“, bevor sie in geschlossene Räume kommen. Am besten gebrauchte Möbel in natürlicher Qualität kaufen.
  • Baumaterialien: keine Spanplatten verwenden, sondern Massivholz, Faser- oder Gipsplatten. Wenn unbedingt Spanplatten gebraucht werden, melamin- oder phenolharzverleimte V 100 Platten kaufen, die verhältnismäßig wenig Formaldehyd abgeben. Bei sogenannten „formaldehydfreien“ Spanplatten  vorsichtig sein, wenn man nicht weiss, welchen Kleber sie enthalten. Wenn als Leime Tannine verwendet wurden, sind diese Spanplatten eine gute Wahl.
  • Lacken und Lasuren: Naturharzlacke und -lasuren enthalten normalerweise kein Formaldehyd oder seine Abspalter. Dies lässt sich leicht überprüfen, da die meisten Hersteller voll deklarieren (alle Inhaltsstoffe mit zumindest grobem Anteil an der Rezeptur werden angegeben).
  • Beim Kauf von Bodenbelägen Produkte mit seriösen Gütesiegeln wie zum Beispiel Blauer EngelUmweltzeichen oder Natureplus bevorzugen.

Quellen: WikipediaUmweltberatung, The Honest Life

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