7 Tipps fürs grüne Kinderzimmer

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© Nobodinoz

Bis vor einiger Zeit war für mich natürliches Home Design viel Beige, Weiß und Braun. Wie falsch ich damit lag! Bei der Recherche fürs Kinderzimmer fand ich Öko-Design, das keineswegs nur neutrale Farben, weiße Wände und minimalistischer Stil bedeutet: Es gibt unzählige Möglichkeiten, ein Heim fröhlich, kinderfreundlich UND dabei auch noch grün und gesund zu gestalten.

Im Kinderzimmer ist es besonders wichtig, Schadstoffe zu vermeiden, weil die Kleinen sich ja noch im Wachstum befinden und ihr Immunsystem besonders empfänglich für Schadstoffe ist. Das Gehirn entwickelt sich noch und kann durch Nervengift angegriffen werden. Auch Allergien, ständige Infekte und Konzentrationsprobleme können mitunter durch die unmittelbare Umwelt entstehen.

Unsere 7 Tipps für ein schadstofffreies, öko-freundliches Kinderzimmer:

1.) Wichtigste Regel: Auf keinen Fall kurz vor der Ankunft des Babys das Zimmer aufwendig renovieren. Neue Böden und Wandfarben müssen unbedingt vorher auslüften, und das am besten so lang wie möglich. Auch neue Möbel zuerst an der frischen Luft lagern, damit eventuelle Giftstoffe (auch von der Plastikverpackung) entweichen können. Ein Baby braucht am Anfang nicht viel – besser improvisieren und ein bereits bestehendes Zimmer langsam anpassen. Auch bei größeren Kindern das Zimmer nach Renovierungen gut lüften und erstmal ein paar Nächte in einem anderen Zimmer schlafen.

2.) Böden: Fürs Kinderzimmer eigenen sich Holzdielen oder Massivholzparkett, am besten unversiegelt. Auch Kork wird immer beliebter. Man muss aber darauf achten, dass er unbedingt mit lösungsmittelfreiem Kleber verlegt wird und lösungsmittelfrei versiegelt ist. Kork ist besonders umweltfreundlich, weil dafür kein einziger Baum gefällt werden muss. Er ist warm, schalldämpfend und natürlich. Auch vom Design her haben Korkfußböden heutzutage gar nichts mehr mit dem klassischen Öko-Look zu tun. Ein interessantes Video mit Eva Brenner aus der „Zuhause im Glück“-Serie:

3.) Wandfarben: Ein ganz besonders heikles Thema im Kinderzimmer. Neue Farbe erkennt man schon am beißenden Geruch und der ist nichts anderes als ausdampfende Chemikalien. Hier gilt es besonders auf Produkte in hoher Qualität mit natürlichen Inhaltsstoffen zu achten, weil die Wände sehr viel zum gesunden Raumklima beitragen. Es gibt schon viele Varianten an ökologische Wandfarben am Markt – von Naturharzdispersion bis Kaseinfarbe (detaillierte Infos zum Beispiel hier auf umweltberatung.at). Am besten bei der Auswahl von Wandfarben auf seriöse Gütesiegel und Produkttests wie z.B. Österreichisches Umweltzeichen bzw. im Ökotest-Magazin achten. Bei uns zuhause werden wir demnächst die neue AURO Plantodecor Premium Farbe verwenden. Sie enthält ein neues Bindemittel (Replebin), das besonders umweltfreundlich ist.

4.) Tapeten: Viele Tapeten sind mit Vinyl gemacht und werden mit giftigen Klebern verarbeitet. Es dauert Jahre, bis diese Kleber ihre Gase vollständig abgeben haben. Wenn es unbedingt eine Tapete im Kinderzimmer sein muss, achten Sie auf die Gütesiegel, zum Beispiel den blauen Engel.

5.) Teppiche: Ein Teppich macht ein Kinderzimmer so richtig gemütlich und lädt zum Spielen ein. Gerade eben haben wir diesen Grüne Erde Teppich gekauft und festgestellt, dass das Raumklima im gesamten Kinderzimmer um vieles besser ist. Es lohnt sich wirklich, hier nach natürlichen Materialien Ausschau zu halten und etwas mehr zu investieren. Es gibt mittlerweile schon viele verschiedene Farben und stylishe Designs, wie zum Beispiel diese hier. Uns gefallen auch die Teppiche von SebraFerm Living und Lorena Canals.

6.) Möbel: Am besten keine Spannplatten-Möbel, auch wenn es auf den ersten Blick die preiswerte Variante ist. Die Spannplatten geben Formaldehyd ab, ein besonders gefährlicher Schadstoff gerade für Kinder (siehe auch Green Baby Guide Gift-ABC Post zu Formaldehyd). Investieren Sie in Massivholzmöbel, oder suchen Sie nach Vintage-Möbeln aus Massivholz auf Flohmärkten, Ebay, etc. Ganz wichtig ist dabei das Bett, schließlich verbringt das Kind hier sehr viel Zeit. Matratzen und Polster können sehr viele Schadstoffe enthalten. Einen extra Post dazu gibt es auf Green Baby Guide demnächst. Unsere Lieblingsshops für grüne Kindermöbel: http://www.greenliving-shop.de/Kinder/http://www.team7.at/de/kindhttp://www.bio-kinder.de

7.) Deko: Jetzt geht es an den individuellsten Teil der Einrichtung: die Deko. Babys können noch nicht mitreden, aber Kleinkinder haben sehr wohl schon Lieblingsfarben und Lieblingsthemen. Wenn sie im eigenen Reich mitbestimmen können, wird der Raum  noch mehr zur Entspannungsinsel für die Kleinen, die in unserer stressigen Welt ja auch schon einiges aushalten müssen. Coole, grüne Deko Styles gibt es bei unserem absoluten Interior  Design-Liebling Ferm Living (siehe auch Green Baby Guide Post hier), Deuz, Nobodinoz oder Ketiketa – alle diese Marken achten auf natürliche Materialen wie Biobaumwolle, Jute und Co. und sind dabei auch noch sehr stylish.

Zum Schluss noch ein paar Inspirationen:

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© Ferm Living
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© Ferm Living
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© Nobodinoz
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© Ferm Living
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© Sebra
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© Sebra

 

 

 

 

 

 

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