Cooles, grünes Wien mit Kind

Cooles, grünes Wien mit Kind

Lust auf einen Städtetrip, so wie vor dem Kind, aber wie soll das gehen? Kind will Tiere, Papa will Museum, Mama will Shops. Die Vorlieben aller 3 Beteiligten an einem Wochenende unter einen Hut zu bringen, wie soll das gelingen? Wir haben´s probiert und sind zu dritt nach Wien. Bis auf eine kleine Krise im Zoo (zuerst zum Eisbären oder zu den Wölfen?) wurde es dann ein Wochenende voller schöner Familien-Erlebnisse, gutem Essen und vielen kreativen Inspirationen:

Wir übernachteten im Hotel Daniel, in unmittelbarer Nähe zum Schloß Belvedere. Das Design-Hotel ist der Ableger vom gleichnamigen Hotel in Graz, worauf ich schon immer neugierig war. Wir buchten ein „Hammock“-Zimmer mit Zustellbett. Die Hängematte war bei Junior gleich das Highlight vom ganzen Wochenende. Unser Fazit: Wirklich empfehlenswert für Familien. Sympathisches, unaufgeregtes Personal, super Frühstücksbüffet mit Bio-Produkten, viele andere Kinder und Babys. Am Sonntag waren viele „Einheimische“ zum Brunchen mit Kind und Kegel da. Tipp: Nach einem Zimmer Richtung Stadt (man sieht auch das Riesenrad in der Ferne) fragen.

Auf unseren Spaziergängen durch Wien entdeckten wir zufällig dieses kleine Juwel: In der Vollpension gibt´s „Mehlspeis´wie bei der Oma oder der Tant“, die man in Wien als Hauptstadt der Zuckerbäcker schon auch probieren muss! Man fühlt sich gleich wohl in der heimeligen Einrichtung – ein Wiener Kaffeehaus mit speziellem Charme.

Natürlich ging es auch zum Naschmarkt. Ein Traum für jeden Foodie. Viel Bio, Veganes, Gewürze, ein Seifenshop mit Naturprodukten – wirklich sehenswert. Direkt vor Ort dann auch gleich Restaurants, die die Ware direkt vom Markt frisch zubereiten, zum Beispiel im Tewa.

Gleich in der Nähe vom Naschmarkt ist die Dependance vom Kindermoden-Online-Shop Kleiner Salon. Von Bobo Choses und Mini Rodini, über Grey Label und Oeuf NYC, hier gibt´s die besten Marken. Auch Mamas werden fündig: Accessoires, Taschen, auch Kleidung und supercoolen Schmuck lässt die Herzen jeder Fashionista höher schlagen. Viel Biobaumwolle und Nachhaltigkeit-Gedanke inklusive.

Das beste Brot in Wien gibt es bei Joseph in der Naglergasse in der Nähe vom Stephansdom (und an 2 weiteren Adressen). Josef Weghaupt begab sich schon 2009 auf die Suche nach dem perfekten Laib Brot, heute ist sein Idee zur Institution geworden. Er schreibt sich „Bio ohne Wenn und Aber“ aufs Fähnchen und das schmeckt man auch. Beste Zutaten, langes Brotruhen wie früher und 100% Handarbeit machen es zum wohltuenden Gegenteil von schnell im Supermarkt-Ofen aufgetauten, am nächsten Tag steinharten Fastfood-Brötchen.

Im MaranVegan, dem ersten veganen Supermarkt Österreichs, finden Veganer und solche die es werden wollen, die schönste Inspiration. Von Gemüse und Obst über eine Nuss-Trockenfrüchte-Bar bis hin zu den angesagtesten Superfoods, hier wird Vegan so richtig gelebt. Das Bio-Gerstengraspulver von Feinstoff werd´ich jetzt probieren. Aha-Erlebnisse waren auch das vegane Tierfutter und die vielen stylishen Vegan-Kochbücher.

Die Apotheke Saint Charles ist ein Tempel für hochwertige Naturkosmetik. Von rms beauty, über Dr. Hauschka, John Master Organic Beauty, REN Skincare, etc. bis hin zu den organischen Düften von I hate perfume aus New York, hier lässt es sich wunderbar neue Marken entdecken und sich dazu inspirieren lassen, einfach auch mal etwas für sich selbst zu tun.

Unbedingt probieren muss man auch das vegetarisches und vegane Essen in den Tian Lokalen (gibt´s jetzt auch mit Dependance in München). Mit Kind sind die Bistros am Spittelberg und im Kunsthaus zu empfehlen. Die Flammkuchen sind köstlich und der Spittelburger mit Pommes und Dip Saucen schmeckt auch kleinen Gästen.

Buchgeschäfte ziehen mich magisch an und wenn es wie die Fabelwelt auch noch so eine ganz spezielle Mischung aus Design und Sprache ist, könnte ich den ganzen Tag darin verbringen. Besondere, wunderschön illustrierte Kinderbücher aus nah und fern gibt es hier, liebevoll ausgesucht von zwei Mamas.

Leider nicht mehr geklappt hat es diesmal mit einer Session im Mon Corps. Seit ich vor Jahren in der Türkei und in Tunesien im Hamam war, ist das für mich der Hochgenuss an Entspannung. Man fühlt sich wie neugeboren, nachdem man von Kopf bis Fuss gewaschen, geschrubbt und mit Argan Öl massiert wird. Das nächste Mal nehme ich mir sicherlich Zeit dafür.

Stattdessen waren wir natürlich auch im Tiergarten Schönbrunn und spazierten noch den ganzen Nachmittag durch die Parkanlage bis hin zum Schloss. Um ein bisschen das Gefühl für das imperiale Wien zu bekommen, sehr zu empfehlen, obwohl im Schloss selbst die Touristen wie am Fließband abgefertigt werden und so gar kein Sisi-Gefühl mehr aufkommt (zumindest war´s bei mir so).

Zum Abschluss ging´s dann auch noch in die Albertina, wo zur Zeit eine Ausstellung von Eduard Munch läuft. Seine Kunst stellt einen Höhepunkt der Jahrhundertwende dar. Zugegebenermaßen schwierige Kost für einen 4-jährigen, aber so ein Museumsbesuch ist an sich schon ein großes Erlebnis. Gerade moderne Kunst interessiert Kinder doch sehr und führt zumal zu recht lustigen Gesprächen.

Viel zu kurz war´s und der nächste Ausflug für den Frühling schon geplant. Wir freuen uns über jeden weiteren Tipp, bitte gerne in den Kommentaren!

 

One thought

  1. So schön! So viele gute Adressen – besonders als Vegane mama aus NÖ macht der Artikel richtig Lust auf einen Ausflug in die quirlige Hauptstadt! 😉

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