Super-gemüsiges Ragu Bolognese zum Einfrieren

Seit Ted auf der Welt ist, bin ich eine echt verwöhnte Mutter. Ich habe mit Hubert einen Partner, der vor Hausarbeit definitiv nicht zurückschreckt. Ich weiß, dass das heutzutage zwar immer öfter vorkommt, sehe aber auch immer wieder Beispiele für andere Exemplare der Gattung Mann. Neulich entdeckte ich in meinem Facebook Stream ein Videosnippet aus einem Disneyfilm in dem ein verliebtes Paar Walzer tanzt. Darüber der Text: „That feeling you get, when he takes out the trash without you having to ask…“ Markiert in dem Post war ein Bekannter von mir und seine Gattin schien ihm so dafür Danken zu wollen, dass er diese tägliche Routine auf sich nimmt. Als wäre es etwas wahnsinnig Einzigartiges, dass Mann so etwas tut. Ich musste Schmunzeln, denn tatsächlich konnte ich mir meinen Bekannten, dem dieses Danksagen galt, so gar nicht beim Wegtragen des Mülls vorstellen. (Und ja wahrscheinlich tue ich ihm damit unrecht.) Und gleichzeitig wurde mir bewusst, das ich viel zu selten wahrnehme, was Hubert so im Alltag alles übernimmt. Ich bin dankbar und froh, jemanden an meiner Seite zu haben, der auch einmal die Wäsche in die Waschmaschine gibt, bügelt und in den Kasten räumt, der oft für uns kocht und geduldig unseren kleinen Mann ins Bett bringt. Das ich den Müll in unserem Haushalt wegtrage, ist übrigens auch eher Seltenheit. Also auf den Punkt gebracht: Ted hat einen wunderbaren Vater.

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Jetzt ist es gerade so, dass Hubert für sechs Wochen nicht bei uns ist. Und das was mir nie so aufgefallen ist, wird plötzlich ganz klar sichtbar. Ohne ihn ist das Leben mit Kleinkind einfach viel schwieriger. Es bleibt viel weniger Zeit für mich und meine Arbeit. Und nein es ist nicht die Zeit, die ich mit Ted verbringe, sondern es sind die vielen kleinen Dinge die es täglich im Haushalt zu machen gilt, die an meinen Ressourcen zehren. Drei Mal am Tag frisch zu kochen wird da zur Herausforderung. Diese Woche habe ich daher beschlossen mal etwas auf Vorrat zu kochen, um mir selbst wieder einen kleinen Freiraum für stressige Tage zu schaffen.

Wenn es etwas gibt, dass ich mit Kindheit verbinde, dann sind es Spaghetti Bolognese. Es gibt nahezu kein Lokal auf dieser Welt auf dem dieser Klassiker nicht auf dem Kindermenü zu finden ist. Viel zu köstlich schmeckt die Mischung aus Faschiertem und Tomatensauce. Aber nur wenn sie gut zubereitet ist. Die fertigen Sugogläser im Supermarkt sind das für mich persönlich nicht. Die Inhaltsstoffe auf ihre Qualität zu prüfen ist fast unmöglich und was mir auch fehlt ist eine ordentliche Portion Gemüse. Gleichzeitig liebe ich die Einfachheit die fertigen Sugos mit sich bringen. Man muss dann nur noch Nudeln zustellen und Salat anmachen und schon hat man ein super Mittagessen. Ich habe mich daher entschieden Sugo Bolognese für die kommenden Wochen vorzubereiten und in Weck-Gläsern einzukochen. Dabei war mir wichtig extra viel Gemüse in die Sauce einzuarbeiten, damit nicht das Fleisch, sondern das Gemüse in der Mischung überwiegt. Also ein hausgemachtes Fertiggericht, das lecker, gesund und schnell zubereitet ist.

 

Super gemüsiges Ragu Bolognese

Zutaten:

  • 40g Bauchspeck
  • 100g Zwiebel
  • 150g Fenchel
  • 300g Karotten
  • 75g Staudensellerie
  • 200g Tomaten Rispe
  • 400g Faschiertes
  • 300g Passata Natur
  • 250ml Gemüsesuppe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 Stiele Thymian
  • 15g frischen Petersil
  • Öl
  • Salz und Pfeffer
  • ein Schuß Milch oder Sahne

How-to:

Bauchspeck in Scheiben und dann klein schneiden. Zwiebel würfeln. Beides in etwas Öl anbraten bis die Zwiebel glasig sind. Entzwischen das Gemüse (Fenchel, Karotten, Staudensellerie) in möglichst kleine Würfel schneiden. In den Topf hinzufügen und bei mittlerer Hitze unter mehrmaligen Rühren etwa 10 Minuten braten. Herausnehmen und beiseite stellen. Das Faschierte in den Topf geben und bei starker Hitze so lange braten, bis das es braun angebraten ist. Das dauert 10 – 15 Minuten. Am Besten auch immer wieder durchrühren. Nach das Gemüse wieder hinzufügen. Lorbeer und Thymianzweige ergänzen und mit Pfeffer würzen. Die Tomaten in Würfel schneiden und hinzufügen. Mit der Passata aufgießen und gut vermischen. Solange schmoren bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit der Suppe aufgießen. Petersil inklusive der Stängel hacken und hinzufügen. Etwas Salz hinzufügen. Hitze reduzieren und köcheln lassen. Eine gute Bolognese braucht ihr Zeit und darf ruhig zwei bis drei Stunden bei kleiner Temperatur am Herd sein. Es empfiehlt sich aber immer wieder umzurühren, damit sich nichts am Boden des Topfes festsetzt. Bei Bedarf Flüssigkeit z.B. Suppe nachfüllen, damit die Bolognese dir richtige Konsistenz bekommt. Zum Schluss Lorbeer und Thymianzweige herausnehmen. Alles gut verrühren und eventuell einen Schuss Milch oder Sahne dazugeben, damit das Ganze sämiger wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße in Twist Off, Rex oder Weck-Gläser füllen und je nach Anleitung (Einkochtopf, Wasserbad, Dampfgarer, Backrohr) einkochen. Ich koche immer im Dampfgarer ein und lass die Gläser bei 100 Grad für 75 Minuten drinnen. Danach die Gläser abkühlen lassen. Und ab ins Regal oder in den Kühlschrank. Fertig! Beim Wiederaufwärmen empfiehlt es sich die Sauce aufzukochen und mindestens 5 Minuten sprudelnd kochen zu lassen.

Bitte die Abläufe der einzelnen Einkochmethoden beachten!

(c) Birgit Parade

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