Fläschchen sterilisieren – So spart Ihr Zeit und Energie

Die selbststerilisierenden Baby-Fläschchen von MAM (c) Little Green
Die selbststerilisierenden Baby-Fläschchen von MAM (c) Little Green

Das Sterilisieren von Fläschchen ist eine wichtige Maßnahme, bis sich das Immunsystem des Babys ausreichend entwickelt hat. So einfach es klingt, so unterschiedlich sind jedoch die Empfehlungen und Gewohnheiten in den verschiedenen Ländern sowie die zahlreichen Möglichkeiten. Allen gemein ist, dass die Gesundheit des Babys dabei an erster Stelle steht. Little Green hat bei der österreichische Babyartikel-Marke MAM nachgefragt und die wichtigsten Tipps und Tricks erfahren. (Dieser Artikel wurde nicht von MAM bezahlt, wir haben lediglich 3 Fläschchen zum Testen erhalten). 

In den ersten Monaten nach der Geburt stehen Jungeltern vor vielen Fragen. Denn an oberster Stelle stehen nun das Wohlbefinden und die Gesundheit ihres neuen Familienmitglieds. Soll man stillen und wie lange? Was ist das Beste für die Entwicklung des Kindes? Auch das Thema des Sterilisierens von Babyfläschchen, Schnullern und Co. ist zentral – und hier gibt es die unterschiedlichsten Meinungen zu Dauer, Sinnhaftigkeit und Art. 

Wie rein muss es sein? Pro und Contra zum Sterilisieren

Sollen Fläschchen nach der Umgewöhnung von der Brust noch sterilisiert werden, oder ist das Baby schon resistent genug gegen Keime und Bakterien? Oder sind diese sogar förderlich für die Entwicklung des Immunsystems? Grundsätzlich gilt: In den ersten Monaten sind Babys noch sehr anfällig für Bakterien und Parasiten. Die Folge von verunreinigten Fläschchen können Magen- und Darminfekte mit Brechdurchfall und Dehydrierung sein. Wie lange das Sterilisieren jedoch tatsächlich nötig ist und ab wann eine gründliche Reinigung genügt, ist umstritten. Besonders deutlich wird das in einem Ländervergleich.

Andere Länder, andere Sitten 

Während Sterilisieren in Frankreich und Deutschland seitens der ExpertInnen kaum ein Thema ist, wird es in Großbritannien groß geschrieben. Dort empfiehlt das National Health Service (NHS) den Eltern, bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres zu sterilisieren. In den USA wiederum ist die gängige Auffassung, dass Sterilisieren ein Thema bis in die 1950er Jahre war, als es noch Probleme mit verunreinigtem Wasser gab. Heutzutage sei die Verwendung von Leitungswasser gleich sicher wie sterilisierte Babynahrung. In Neuseeland hingegen wird empfohlen, Babyfläschchen bis zum dritten Monat zu sterilisieren. In Asien ist die Hygiene von Fläschchen vor allem bei der Mittelschicht ein Thema. Österreich befindet sich bei der Diskussion im Mittelfeld und die Empfehlung lautet: Ist das Baby älter als 6 Monate, genügt es, Fläschchen und Sauger mit dem normalen Geschirr in der Spülmaschine zu reinigen.

Arten des Sterilisierens: Wie wird die Flasche keimfrei?

Um die Fläschchen steril zu machen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Auskochen im Topf für rund zehn Minuten ist die wohl älteste und weit verbreitetste Methode dafür. Auch mit kaltem Wasser kann sterilisiert werden – nämlich mit einer für den Menschen harmlose Kaltwasser-Lösung, die Bakterien wirksam abtötet. Die Anwendung von elektrischen Sterilisatoren ist eine weitere sichere und effektive Möglichkeit. In den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen hat das Sterilisieren in der Mikrowelle. Eigene Mikrowellen-Sterilisatoren oder gar selbstständig sterilisierende Fläschchen sind besonders schnelle und flexible Lösungen. Außerdem sind sie umweltschonend.

Im Praxistest: Die verschiedenen Methoden und eine neue, energiesparende Variante

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass das Sterilisieren der Flaschen eine der zeitraubendsten Vorgänge in den ersten Jahren ist: Ich hatte ganz schlimme Probleme beim Stillen (siehe hier im Blog Post) und entschloss mich schweren Herzens nach einem schmerzhaften Monat, auf Fläschchen umzusteigen. Zuerst benütze ich BPA-freie Plastikfläschchen und kochte sie 10 Minuten im Topf aus. Ich sammelte immer mehrere Flaschen, damit sich der ganze Aufwand lohnte. Da passierte es schon mal, dass ich auf die Schnelle keine ausgekochte Flasche parat hatte und ein hungriges, schreiendes Baby am Arm. Nach kürzester Zeit färbten sich die Platisk-Fläschchen außerdem beim Auskochen milchig-weiß. Das ist nicht gefährlich, wie ich recherchierte, aber für mich inakzeptabel. Also entschloss ich mich zum Kauf eines Mikrowellen-Sterilisierer. Das ging zwar viel schneller, aber ich ärgerte mich immer wieder, dass die Fläschchen in dem Behälter ständig umfielen. Schließlich schwenkte ich ganz um und investierte in Glasfläschchen, die ich im Geschirrspüler wusch und wieder ganz altmodisch im Topf auskochte. Bis mein Kind 1 Jahr alt war, hielt ich mich strickt ans Sterilisieren. Wie Ihr seht, war aber nichts für mich dabei, das mich wirklich überzeugte.

Umso spannender war es für mich, heute eine ganz neue Art der Sterilisation auszuprobieren: Es hat sich sehr viel getan auf dem Markt und es gibt inzwischen noch eine weitere Variante des Sterilisieren: Die selbststerilisierende MAM Ant-Colic Flasche. Sie funktioniert so:

Fazit: Ich würde auf eine Kombination aus Glasfläschchen und selbststerilisierenden Fläschchen setzen. Gerade in der ersten Zeit, wenn man besonders oft ein Fläschchen braucht, geht es mit den selbststerilisierenden Fläschchen schnell und bequem. Auf Reisen ist das MAM Anti Colic Fläschchen sowieso ein Muss –  irgendwo gibt es immer eine Mikrowelle und so hat man ganz praktisch und schnell ein hygienisches Baby-Fläschchen parat. Im täglichen Gebrauch zuhause bin ich persönlich ein Fan von Glasfläschchen, weil ich selber auch lieber meine Getränke aus einem Glas trinke und mir vorstelle, dass es auch dem Baby so besser schmeckt.

Ganz besonders interessant finde ich als Green Mummy auch noch diesen Aspekt: Durch die selbststerilisierende Funktion der Anti-Colic Flasche wird bis zu 85 Prozent weniger CO2 verbraucht als beispielsweise beim Sterilisieren im Kochtopf. Laut der Information von MAM können Eltern innerhalb eines Jahres auf diese Weise rund 80 kg CO2 einsparen, was über 600 gefahrenen Autokilometern entspricht! Um diese Vergleichswerte für Jungeltern greifbarer zu machen, hat MAM einen CO2 Rechner entwickelt, der unter www.mambaby.com/at-co2-rechner bedient werden kann. „98 Prozent des CO2, das von der Entstehung bis zur Entsorgung der MAM Fläschchen an die Umwelt abgegeben wird, entsteht bei der Verwendung – nämlich wenn die Flasche erwärmt, gereinigt und sterilisiert wird. Durch den verantwortungsvollen Gebrauch können Jungeltern deshalb schon von Beginn an einen erheblichen Beitrag zu CO2-Einsparungen leisten – durch schonende Reinigung und clevere Sterilisierung. Und das Gute dabei, man spart dabei auch Energie“, so Hannes Thaler, Director Corporate Responsibility bei MAM.

Wie haltet Ihr es mit dem Sterilisieren und was ist Eure liebste Methode? Schreibt uns ein Kommentar!

2 thoughts

  1. Was hier überhaupt nicht genannt wurde, ist der Dampfsterilisator.
    Den habe bis ca einem dreiviertel Jahr bei jedem Kind benutzt.
    Es geht relativ schnell, keine Flasche fällt um, Kunststoff bleibt klar. (Ich mag Glasfläschen nicht. Ich sag nur ‚hungriges Kind – Nacht – schepper – aua!‘)
    Für mich der absolute Sieger!

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